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Landesregierung muss Schulschwimmen besser fördern!

Seit Jahren ist bekannt, dass die Schwimmfähigkeit von Schulkinder abnimmt. Was tut die Landesregierung um Kreis und Städte dabei zu unterstützen Schulschwimmen überall in ausreichendem Umfang anzubieten. Das wollte ich mit einer Kleinen Anfrage herausfinden. Lesen Sie dazu meine aktuelle Pressemitteilung.

In NRW ist Schwimmen im Rahmen des Sportunterrichtes ein fester Bestandteil der Lehrpläne. Diese geben das Ziel vor, dass jedes Kind nach Ende der Grundschule schwimmen können soll. In einer Studie des Kreissportbundes Rhein-Erft zur Schwimmfähigkeit an Grundschulen zwischen 2012 und 2016 konnten bei der Einschulung lediglich 819 Schülerinnen und Schüler schwimmen, 2807 waren Nichtschwimmer. Nach dem Ende der Grundschulzeit waren es noch immer 660 Schülerinnen und Schüler, die nicht schwimmen konnten. Dies nahm der SPD-Landtagsabgeordnete Guido van den Berg zum Anlass für eine Kleine Anfrage an die Landesregierung. Er wollte wissen, wie das Schulschwimmen im Rhein-Erft-Kreis gewährleistet werde?

„Erfreulich ist, dass fast alle Schulen im Rhein-Erft-Kreis Schulschwimmen anbieten“, so van den Berg. „Wir benötigen allerdings dringend regelmäßige Daten über die Schwimmfähigkeit der Schülerinnen und Schüler am Ende der Grundschulzeit. Ein Zuwarten bis zum Schuljahr 2021/2022 seitens der Schulministerin verstehe ich nicht“, erklärt der Politiker der SPD aus dem Rhein-Erft-Kreis.

Damit jedoch auch in Zukunft Schulschwimmen gewährleistet werden kann, braucht es funktionsfähige Hallen- und Freibäder. Nach aktuellen Studien sind für die Schwimmbäder ein Sanierungsbedarf von rund 4,6 Milliarden Euro errechnet worden.

„Viele Kommunen sind mit der Sanierung ihrer Bäder überfordert. Finanzielle Hilfe seitens der Landesregierung ist jedoch nicht zu erwarten. Das ist ein Armutszeugnis“, so der Landtagsabgeordnete aus dem Rhein-Erft-Kreis. „Auf Initiative der SPD-Bundestagsfraktion werden immerhin vom Bund für den Erhalt von Sport- und Jugendeinrichtungen 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, aber dies ersetzt natürlich nicht das fehlende Engagement der Landesregierung“, teilt der Landtagsabgeordnete mit.

Der Kreissportbund Rhein-Erft hat beispielgebend einen „Sprache bewegt“-Kurs aufgelegt, der zu attraktiven Konditionen Unterstützung für Kinder – besonders für sozial schwächere Familien und mit Migrationshintergrund – in Sprache, Ernährung und Schwimmen organisiert. Zudem arbeitet der Kreissportbund Rhein-Erft an dem Aufbau eines Pools von Schwimmassistenten, der Lehrkräfte unterstützen kann.

„Dies ist ein vorbildliches Programm, das sich für ganz NRW eignen würde“, lobt van den Berg. „Allerdings zeigt die Landesregierung kein Interesse an der Umsetzung dieser Idee. Wir brauchen eine klare Strategie, die die Kommunen bei der Sanierung ihrer Bäder unterstützt und Schwimmen für alle Kinder in den Alltag einbindet“, so die Forderung von Guido van den Berg.