„Familien dürfen bei Sparzwängen nicht die Notleidenden sein“

Bernd Coumanns
Bernd Coumanns

Auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend, Freizeit und Soziales der Stadt Bedburg wurde auch über den Antrag des Caritasverbandes für den Erftkreis beraten, deren Projekt zur Unterstützung in Not geratenen Mütter weiter zu fördern.
Bei der SPD-Fraktion stieß die Ablehnung der weiteren Förderung durch die CDU auf Unverständnis: „Familien dürfen bei Sparzwängen nicht die Notleidenden sein“, so SPD-Sprecher und Ratsmitglied Bernd Coumanns. „Der Caritasverband des Rhein-Erft-Kreises bietet seit Jahren ein Projekt zur Unterstützung in Not geratener Mütter auch in Bedburg an. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Caritas kommen zum Einsatz, wenn zum Beispiel eine Mutter ins Krankenhaus muss oder auch bei Erkrankungen zu Hause und die Versorgung der Kinder nicht gesichert ist“, so Coumanns. Das gute und sinnvolle Angebot der Caritas sei ein kleiner Baustein, um Bedburg familienfreundlicher zu gestalten. Deshalb hatte sich die SPD für die weitere Förderung des Familienprojektes der Caritas ausgesprochen, während die CDU für die Beendigung der Förderung stimmte.
In der Stadt Bedburg waren die Familienpflegerinnen der Caritas im vergangenen Jahr 497 Stunden tätig. Das anhand der Stunden berechnete Defizit durch die Tätigkeiten in der Stadt Bedburg beläuft sich für 2004 auf 1.743,84 Euro. „Die Caritas hatte für 2005 rund 2.000 Euro zur Förderung ihres Familienpflegedienstes beantragt. „Das muss in Bedburg zur Unterstützung für in Not geratene Mütter drin sein“, meint SPD-Sprecher Bernd Coumanns.